Ein Winter so wie früher

Die Lokalpresse meldete schon letzten Freitag, dass in Vettweiß das Streusalz aufgebraucht ist. Mittlerweile sind die ersten Autobahnen gesperrt, weil der Winterdienst der Autobahnmeistereien nicht mehr arbeiten kann. Es werden nun Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen laut. Mich haben in der letzten Zeit auch häufiger Mitbürger/Innen angesprochen, die sich über den Winterdienst beschwert haben, weil nur unzureichend, vor allem vor der eigenen Tür, geräumt wurde. Ich weiß nicht, ob flächendeckend bei Betriebsmitteln des Winterdienstes gespart worden ist. In den letzten Jahren sind die Haushaltsposten durch die milder werdenden Winter jedenfalls kleiner geworden. Es sei ja bekannt, dass der Klimawandel zu extremeren Wetterlagen führt, da müsse man besser vorbereitet sein.
Es ist noch gar nicht so lange her, da waren diese Umstände in der Winterzeit vor allem in der Eifel vollkommen normal. Es hat sich weniger das Wetter, als die Einstellung der Menschen dazu geändert. In Anbetracht der Umstände leistet der Winterdienst sehr gute Arbeit. Der Staat kann Vieles, die Natur zu beherrschen gehört (glücklicherweise) nicht dazu. Bei der sich abzeichnenden Entwicklung werden wir wetterbedingt in Zukunft noch zu wesentlich größeren Einschränkungen gezwungen sein. Auch hier gilt, dass präventive Maßnahmen zum Klimaschutz in der Summe wesentlich günstiger sind, als die Bekämpfung der Folgen.
Die wahre Tragödie ist, dass die Kommunen in der jetzigen Erwartungshaltung viel Geld in die Hand nehmen werden um für den nächsten Winter auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die Aufregung über diese Geldverschwendung wird dann weniger groß sein, denn die Salzberge und Fahrzeugflotten wird vermutlich nächsten Winter niemand brauchen.

-> Vettweiß hat kein Salz mehr

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