Kohle und Klima passen nicht zusammen

Aktion am Tagebau in Inden

Mit dem Auskippen kohlebeladener Schubkarren mit dem Slogan
„KOHLE – STOPP“ machten wir am Rande des Tagebaus Inden
auf die Unvereinbarkeit von neuen Kohlekraftwerken und neuen Tagebauen
mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung aufmerksam. Mit
dabei waren die Grünen Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn, Oliver
Krischer, Friedrich Ostendorff und Hermann Ott. Anlass für die Aktion war die in Bonn am Wochenende
stattfinde Klimakonferenz.
Bärbel Höhn unterstrich in Inden, dass die Energieerzeugung aus Kohle
ein Auslaufmodell sei: „Schon heute arbeiten in der Branche der Erneuerbaren
Energien 300.000 Menschen – ein Vielfaches im Vergleich zu Kohleindustrie.
Wenn NRW weiter allein auf den Bau neuer Kohlekraftwerke
setzt, muss das Land aufpassen nicht komplett vom Boom der Erneuerbaren
Energien abgehängt zu werden. Die Politik der schwarz-gelben Landesregierung
in NRW hat dazu geführt, dass die Unternehmen der Erneuerbaren
in den letzten Jahren vor allem an der Küste und in Ostdeutschland
und nicht in NRW investiert haben. Das muss sich ändern.“
Oliver Krischer erläutert die großen Probleme, die Braunkohlegewinnung
verursacht: „Die vier Braunkohlekraftwerke Weisweiler, Niederaußem,
Neurath und Frimmerdorf, versorgt mit Kohle aus den Tagebauen Inden,
Hambach und Garzweiler, emittieren jährlich fast 100 Mio. Tonnen CO2.
Das sind mehr als 10% aller deutschen Emissionen und doppelt so viel
wie die gesamte Schweiz. Hier in unserer Region wird der weltweite Klimawandel
gemacht. Hinzu kommen die Folgeschäden in Form von Heimatverlust,
Landschaftszerstörung, Bergschäden, Feinstaubbelastung
usw. Spätestens nach dem Auslaufen der genehmigten Tagebaue muss
Schluss sein mit der Braunkohleverstromung. Deshalb lehnen wir auch
den von RWE weiterhin geplanten Neubau von Kohlekraftwerken in der
Region (z. B. in Niederaußem) ab und fordern verstärkte Investitionen in
Erneuerbare Energien in unserer Region.“

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