Massentierhaltung Nein Danke

Bio statt Massentierhaltung
Mit bäuerlicher Landwirtschaft hat das nichts mehr zu tun: In der Gemeinde Vettweiß baut ein Investor eine industrielle Hähnchenmastanlage mit 165.000 Mastplätzen. Leider kein Einzelfall im Kreis Düren.
Für die Produktion von Billigfleisch sollen in Vettweiß jedes Jahr weit über 1 Million Hähnchen unter unvorstellbaren Bedingungen gemästet werden. Erst vor Kurzem hat die Große Koalition alle Bedenken von Tierschützern in den Wind geschlagen und die Haltungsbestimmungen für Masthähnchen weiter aufgeweicht und Ställe erlaubt, in denen bis zu 25 Tiere pro Quadratmeter gehalten werden dürfen. Das ist das Gegenteil von artgerechter Tierhaltung – das ist Tierquälerei.

Massentierhaltung: Folge verfehlter Agrarpolitik
Leider ist das Projekt in Vettweiß kein Einzelfall in der Region. In Linnich, Nörvenich, Kreuzau und Aldenhoven planen Investoren weitere industrielle Mastanlagen. Dieser Boom ist die Folge einer immer weiter gehenden Industrialisierung der Landwirtschaft, die von den Schwarz-Gelben Regierungen in Berlin und Düsseldorf gefördert wird. So sind solche Mastanlagen baurechtlich privilegiert. Das heißt, sie dürfen grundsätzlich überall errichtet werden. Der Tierschutz spielt bei der Genehmigung keine Rolle. Die Landschaft darf zerstört werden. Mensch und Umwelt müssen die Emissionen, den Gestank ertragen. Die Grünen haben eine Gesetzesinitiative in den Bundestag eingebracht, um genau das zu ändern.

Landwirtschaft für Mensch und Umwelt
Wir Grüne wollen eine Landwirtschaftspolitik, die diesen Irrsinn beendet und alle Privilegien und Förderungen für industrielle Mastanlagen abschafft. Wir wollen eine Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel produziert, die die Umwelt schützt und Tiere artgerecht hält. Der Boom der Bio-Landwirtschaft zeigt, dass das auch wirtschaftlich möglich ist.

Absage des Landrates nur ein Lippenbekenntnis?
Lasen wir in der Samstagsausgabe der regionalen Dürener Zeitungen noch: Zitat „Eine Absage erteilte er hingegen ausländischen Investoren, die den Kreis Düren als Standort für Intensivtierhaltung nutzen wollen. ‚Wohlmöglich bezahlen wir die Prämie, die sie von ihrem Land bekommen, wenn sie sich bei uns niederlassen’, brachte er die EU-Finanzströme auf den Punkt.“
Die Anlage in Vettweiß wurde durch den Kreis Düren genehmigt. Landrat Spelthahn steht dieser Verwaltung vor. Näherer Angaben sind dem nachfolgenden Foto des Bauschildes in Vettweiß zu entnehmen.
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