CDU im Kreis muss sich in der Schulpolitik bewegen

Die CDU hat am letzten Dienstag einen Leitantrag zur Schulpolitik für ihren Landesparteitag am 12.03.2011 vorgelegt. Darin bezeichnete sie erstmals die Hauptschule zum Auslaufmodell und bekannte sich ausdrücklich zur Gesamtschule. Am Donnerstag betonte der Fraktionsvorsitzende Laumann den Willen der CDU, zu einem Schulkonsens mit SPD und Grünen zu kommen. Gleichzeitig erklärte er erstmals, dass er mit der Gemeinschaftsschule leben könne, sofern sie nicht flächendeckend für NRW gelte. Der Landesvorsitzende Röttgen lud Grüne, SPD und FDP zum Schulfrieden ein.

Acht Monate nach der Landtagswahl bewegt sich die CDU und ist bereit, die Realität zur Kenntnis zu nehmen: Die Hauptschule wird nicht mehr von den Eltern gewählt. Über die richtige Antwort auf diese Entwicklung und die demografischen Veränderungen gibt es noch unterschiedliche Ansätze. Aber eine breite Verständigung scheint nicht mehr ausgeschlossen. Das ist gut für die Menschen in NRW. Denn ein Ende des Streits über die Schulstruktur bietet die Möglichkeit, sich den anderen notwendigen Veränderungen zuzuwenden, vor der die Schule in PISA-Zeiten steht: besseres Lernen, mehr individuelle Förderung, weniger Schulabbrecher und ein inklusives Bildungsverständnis.

Ein Schulkonsens muss eine Lösung bereithalten, die langfristig trägt. Wir brauchen ein Modell, dass langfristig Planungssicherheit bringt – für die Kommunen als Schulträger, aber auch für die Eltern, die Verlässlichkeit wünschen. Wenn die Schulentwicklungsplanung für das gesamte Kreisgebiet im Schulausschuss am 25.01.2011 vorgestellt wird, hoffe ich, dass sich auch die CDU in den Kreiskommunen bewegt.

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