Feinstaubbelastung am Rande des Tagebaus

 Grüne: Messstationen wichtig für Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner

 Zur Einrichtung von zwei neuen Messstationen für Feinstaub am Rande der Tagebaue erklären Dr. Ruth Seidl, Grüne Landtagsabgeordnete aus Wassenberg, und Gudrun Zentis MdL, Sprecherin für Bergbausicherheit der Grünen Landtagsfraktion aus Düren:
„Wir freuen uns, dass zwei neue Messpunkte für die Feinstaubbelastung im Braunkohlerevier auf Betreiben der GRÜNEN eingerichtet werden. Als Bürgerinnen der betroffenen Kreise können wir die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort in Bezug auf die Feinstaubbelastung durch die Tagebaue sehr gut nachvollziehen.
Deshalb begrüßen wir es ausdrücklich, dass das Ministerium für Klimaschutz, Natur- und Verbraucherschutz zusätzliche Feinstaubmesspunkte im Bereich Elsdorf und Jackerath einrichtet hat, um hier auch beim Fortschreiten des Tagebaus aktuelle Messungen vornehmen und Daten ermitteln zu können. Zudem wird ein gebietsweiter Luftreinhalteplan für das Rheinische Braunkohlenrevier durch die Landesregierung geprüft.
Dies ist Resultat eines Gespräches vom 14. März dieses Jahres, das einvernehmlich zwischen den Vertretern der Bürgerinitiativen, dem BUND und der Politik sowie Umweltminister Johannes Remmel im Düsseldorfer Landtag verabredet wurde.
Hier wurde folgendes Verfahren abgesprochen:
Die Feinstaubbelastung des Tagebaus Garzweiler II wird ab 2013 am westlichen Rand des Tagebaus gemessen. Dies ist insbesondere relevant, da durch die Verlegung des Bandsammelpunktes von Gustorf nach Garzweiler die bisherige Messstation in Gustorf ihre Aufgabe verliert und nun die Anwohner des neuen Bandsammelpunktes in Jackerath in den Fokus genommen werden müssen.
Um die mit dem Fortschreiten des wandernden Tagebaus vermutlich zunehmende Feinstaubbelastung für die Anwohner im Bereich der Städte Mönchengladbach und Erkelenz im Sinne der dortigen Bürger zu überwachen, wurde festgelegt, dass die Feinstaubmessstation in den Folgejahren immer wieder in die Ortschaft verlegt wird, in der dann auf Grund der Nähe zum Tagebau eine erhöhte Feinstaubbelastung zu erwarten ist. Das heißt, dass die Feinstaubmessstation in den nächsten Jahren von Jackerath nach Wanlo und von dort aus nach Venrath, Kaulhausen, Kückhoven und Katzem verlegt werden soll.“
Die beiden Grünen Landtagsabgeordneten setzen sich insbesondere dafür ein, dass bereits vorzeitig Messungen – vor Eintreffen des Tagebaus – stattfinden, in den Bereichen, in denen der Tagebau in den nächsten Jahren ankommen wird, damit die tatsächlichen unterschiedlichen Feinstabbelastungen vor und während des Tagebaus ermittelt werden können.
Die beteiligten Initiativen und der BUND haben sich mit dem Minister auf dieses Verfahren verständigt, das die Bürger rund um den Tagebau Garzweiler II schützen soll. Das gemeinsam erzielte Ergebnis ist das Gegenteil von Kirchturmspolitik. Durch dieses Verfahren wird Vorsorge getroffen, die gesundheitlichen Belastungen durch Feinstäube von tausenden Bürgern insbesondere auch im Bereich der Stadt Erkelenz zu minimieren.

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  1. Ulrich

    Es wurde auch Zeit, das in Elsdorf eine Messstation aufgestellt wird. Wir fordern das schon seit Jahren, aber immer wieder wurde man hier in Elsdorf vertröstet und hingehalten. Auf der westlichen Seite des Tagebaus steht bereits seit Jahren eine, aber da wo der Wind auch den Feinstaub hinbläst, stand nie eine. Bin mal gespannt wie hier in Elsdorf sich die Werte einpendeln werden und ab wann wir dann den Luftreinhalteplan verschärfen bzw weiter entwickeln werden.

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