One Billion Rising

Aus Anlass des Tages gegen Gewalt gegen Frauen (one Billion Rising) hat Gudrun Zentis, MdL, Düren, zu einer Diskussionsrunde eingeladen, in der die Situation von Frauen, speziell auch von Migrantinnen im Kreis Düren, beleuchtet wurde.
Der Sprecher der Grünen Landtagsfraktion für Integrationspolitik, Gesundheitspolitik und interreligiösen Dialog, Arif Ünal, berichtete zur Einleitung über seine Erfahrungen in der Beratung und Therapie traumatisierter Frauen. Besonders bei Migrantinnen gibt es eine große Angst, Gewalt zu benennen und anzuzeigen. Die Abhängigkeit vom Ehemann und das traditionelle Rollenverständnis verursachen oft jahrelange Unterdrückung, der die Frauen nicht entfliehen können.
Dies wurde auch von Sonja Waltl, Frauen helfen Frauen, unterstützt. „Oft bringt erst die Tatsache, dass auch die Kinder unter der Situation leiden, die Frauen dazu, auszubrechen.“
Sigrid Bergsch, HObAS, Hilfe für Opfer bei Anonymer Spurensicherung, ergänzte, dass durch anonyme Sicherung der Spuren von Vergewaltigungen die Frauen Zeit gewinnen, sich darüber klar zu werden, ob sie den Mann, der sie vergewaltigt hat, anzeigen wollen. „Wenn es sich um den eigenen Ehemann handelt, haben Migrantinnen Angst, nach einer Scheidung in ihr Heimatland ausgewiesen zu werden“

Die Gynäkologin Jadigar Kesdogan vom Verein Goldrute machte deutlich, dass eine besonders sensible Ansprache notwendig  ist, um Migrantinnen, die familiäre Gewalt erleiden, zu helfen. „Scham und die Angst, der Familie zu schaden, sind oft größer als das empfundene Leid.“
Die Vernetzung im Kreis Düren stellt sich jedoch als sehr gut dar. Theo Happe als Opferschutzbeauftragter der Kreispolizeibehörde bestätigte die gute Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Organisationen und die gegenseitige Verlässlichkeit beim Bemühen, Opfern zu helfen.
Krankenhäuser und Gynäkologen werden mit Spurensicherungssets ausgerüstet, damit vergewaltigten Frauen nicht nur geholfen sondern auch der Täter identifiziert werden kann.
Es gibt unterschiedlichste Organisationen, neben Frauen helfen Frauen und ihren angeschlossenen Frauenhäusern auch kirchliche und auf Migrantinnen zugeschnittene, wie die Goldrute mit den Brückenbauerinnen.
Einige dieser Gruppen arbeiten vollkommen ehrenamtlich. Ihnen allen ist gemeinsam, dass ihnen Geld fehlt, um gut arbeiten und noch mehr helfen zu können.
Gudrun Zentis und Arif Ünal sagten den Organisationen ihre Unterstützung zu.
Goldrute und HObAS sind für jede Spende dankbar.
Daher hier die Daten von Goldrute und HObAS:

Förderverein Goldrute e.V.
c/o Zentrum für Sozial-und Migrationsberatung evangelische Gemeinde zu Düren
Philippstraße 4
52349 Düren
Konto 1200 6726 48
Sparkasse Düren, BLZ 395 501 10

HObAS – Hilfe für Opfer bei Anonymer Spurensicherung
HObAS e. V.
c/o Paritätischer Wohlfahrtsverband
Paradiesbenden 24
52349 Düren
0157 89 300 665
one Billion rising 14.02.13-a

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