Stellungnahme zur FDP-Meldung bezüglich Qualitätsverlust bei der Lehrerausbildung

Ist das redlich?

Ingola Schmitz sorgt sich um die Lehrerausbildung und befürchtet deren Qualitätsverlust.  Dies lastet sie der derzeitigen rot-grünen Landesregierung an. „Sie hätte es wissen müssen und besser geschwiegen“, so Gudrun Zentis, MdL und Mitglied im Ausschuss für Schule und Weiterbildung. „Selbst wenn man nicht weiß, was ein FDP Minister Pinkward 2009 veranlasst hat, hätte Ingola Schmitz aufgrund der Antwort auf ihre Kleine Anfrage wissen müssen, dass das, was sie beklagt von ihrem Parteikollegen veranlasst wurde, denn dort steht:

Mit dem Gesetz über die Ausbildung für Lehrämter an öffentlichen Schulen (Lehrerausbildungsgesetz – LABG) wurde im Jahr 2009 die Lehrerausbildung novelliert. Damit wurde auch die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter von 24 auf 18 Monate beschlossen. Die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen (Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung – OVP) sieht hierzu unter § 7 „Dauer des Vorbereitungsdienstes“ in Absatz 1 folgendes vor:

„Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate.“

Aufgrund dieser Regelung ist folglich die durchschnittliche Verweildauer einer jeden einzelnen Anwärterin und eines jeden einzelnen Anwärters am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung um sechs Monate reduziert. Dadurch bedingt sinkt im Jahr 2014 die Belegungszahl an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung von durchschnittlich 17.600 im Jahr 2013 auf voraussichtlich rund 14.000 im Jahr 2014. Die Belegungszahl ist dabei die Rechengröße, die zugrunde gelegt wird, um den Bedarf an Fachleiterinnen und Fachleitern im jeweiligen Haushaltsjahr zu ermitteln. Diese reduzierte Belegungszahl ergibt einen geringeren Bedarf an Fachleitungen in der Lehrerausbildung, sodass mit dem Haushaltsentwurf 2014 368 Stellen abgebaut werden.

Dieses Szenario ist bereits mit der Begründung des Gesetzes zur Reform der Lehrerausbildung dargestellt worden. In der entsprechenden Vorlage (Landtags-Drucksache 14/7961) heißt es hierzu unter Punkt D Kosten unter anderem:

„… Dem stehen Minderbedarfe für den Zeitraum 2010 bis 2015 in folgender Höhe gegenüber:

– Durch die Absenkung der Zahl der Lehramtsanwärter sinkt der Bedarf an Fachleiterinnen und Fachleitern ab 2013, was sich einen Minderbedarf im Jahr 2013 von 15,3 Mio. EUR, im Jahr 2014 von 16.7 Mio. EUR und im Jahr 2015 von minus 16,7 Mio. EUR ausmacht.“

 

„Ist das der redliche Politikstil der FDP oder nur ein plumper Versuch von den misslichen Folgen schwarz gelber Regierungspolitik abzulenken“, fragt Gudrun Zentis.

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