Gudrun Zentis erklärt: Alphabetisierung bleibt wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Gestern, Sonntag (08.09.) war der Weltalphabetisierungstag. Es ist nach wie vor traurige Tatsache, dass nach Experten-Schätzungen rund eine Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen leben, die weder Lesen und Schreiben können. Bundesweit sind es sogar siebeneinhalb Millionen. Das ist ein kein gutes Zeugnis für eine der führenden Wirtschaftsnationen. Um dem entgegenzuwirken, hat Bildungsministerin Sylvia Löhrmann 2012 eine Weiterbildungskonferenz einberufen, die entsprechende Empfehlungen ausgesprochen hat. Erfreulich ist, dass im Jahr 2012 aus Mitteln des europäischen Sozialfonds (ESF) in NRW rund 2,8 Millionen Euro für die Alphabetisierung und Grundbildung verwandt wurden.

Unser besonderer Dank gilt den Trägern der Weiterbildungseinrichtungen, die sich für mehr Teilhabe und soziale Gerechtigkeit in Nordrhein-Westfalen engagieren. Insbesondere danken wir den Volkshochschulen, die als größter Anbieter von Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen innovative Konzepte entwickeln, um diesen Menschen einen besseren Zugang zu den Kursangeboten zu ermöglichen. Nur so können wir ihnen die Perspektiven geben, die sie benötigen, um eigenverantwortlich in unserer Gesellschaft leben zu können. Es wird eine politische, vor allem aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe bleiben, den Analphabetismus nachhaltig zu bekämpfen.

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