Biogas aus Papierschlamm – Forschung der FH macht´s möglich

Anlässlich der Summerschool und der Einladung von Dipl.-Ing Karl-Heinz Ertl, Fachbereich Energietechnik und Dr. Simone Groebel besichtigten der energiepolitische Sprecher Oliver Krischer MdB und Gudrun Zentis MdL die Mikrofermentieranlage des Instituts Nowum-Energy der Fachhochschule Aachen am Campus Jülich. Dr. Groebel promovierte zu diesem Thema. Unter definierten und optimalen Bedingungen stellen Clostridien, eine bestimmte Bakterienart aus den Abfällen von Papierfabriken, sog. „Papierschlämmen“ Biogas her. Das wir bisher technisch noch nicht möglich. Die werden bisher energetisch wenig effizient in Braunkohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen verbrannt.
„Bisher war es kaum möglich, aus Holz-, Grün- und Papierabfällen Biogas herzustellen. Dank der Forschung in Jülich in Kooperation mit einer Papierfabrik aus der Region können diese Abfallstoffe bald vielleicht einen wichtigen Teil unserer Energieversorgung bereitstellen,“ so der Grüne Energieexperte Krischer. Die Grüne Sprecherin für Bildungspolitik und Bergbausicherheit im Landtag Zentis “ Um die Energiewende zu schaffen ist ein breites Forschungsspektrum notwendig. Die Energiegewinnung aus Grünabfällen, Strauchschnitt und Biologischen Abfall und Papierabfällen stellt für unsere Region eine klassische Win-Win Situation dar, die hilft Ressourcen zu sparen und gleichzeitig Energie zu gewinnen.“ Auch die Studentin der Umweltwissenschaften Magdalena Magosch aus Heilbronn war hierüber begeistert. Sie nahm am gleichzeitig stattfindenden Sommerkurs für Studierende aller Hochschulen und Fachrichtungen rund um erneuerbare Energien und Energieeffizienz am Solarinstitut Jülich teil. Der Kreisverband der Grünen Düren hatte die Teilnahmegebühr als Stipendium übernommen.

Teile diesen Inhalt: