Zu Gast bei Betroffenen: Landtagsabgeordnete besucht mutmaßliche Salzbergbau-Geschädigte

Gudrun Zentis, MdL, Sprecherin für Bergbausicherheit der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW besuchte am Samstag, 14.09.2013, mutmaßliche Salzbergbau-Geschädigte in der Gemeinde Alpen am Niederrhein.
Die Betroffenen stellten in der Vergangenheit immer wieder Schäden wie Risse und Absenkungen an ihrem Eigentum fest und machen dafür den dortigen Salzbergbau verantwortlich. Nach Auskunft der Anwohnerinnen und Anwohner bestreitet allerdings die Cavity GmbH in Rheinberg, die für die Regulierung von Bergbauschäden aus dem alten Salzabbau an diesen Stellen verantwortlich ist, dass es sich um bergbaubedingte Schäden handelt. Zusammen mit dem GRÜNEN Kreistagsmitglied Jürgen Bartsch sowie dem geschäftsführenden Vorstandssprecher des Landesverbands Bergbaubetroffener NRW (LVBB), Ulrich Behrens, ließ sich Frau Zentis von Anwohnerinnen und Anwohnern auf deren Grundstücken herumführen.
Zentis riet den Betroffenen, die Schäden weiterhin genau zu dokumentieren. Kein Verständnis hatte die Abgeordnete für das Verhalten der Cavity GmbH. Der Unterausschuss Bergbausicherheit hatte am 3. Mai 2013 in Rheinberg getagt, da es zu einer Beschwerdenhäufung von Betroffenen aus dem Salzabbaugebiet gekommen ist. Weder an dieser noch an den zwei folgenden Sitzungen des Ausschusses, zu denen die Cavity GmbH geladen war, um die Probleme zu erörtern, nahmen Vertreter oder Vertreterinnen dieses Unternehmens teil. Herr Maly als Geschäftsführer der Cavity GmbH hat dem Unterausschussvorsitzenden seine Teilnahme an der nächsten Sitzung versprochen.
Gudrun Zentis dazu: „Dass Herr Maly trotz mehrfacher Einladung zum entsprechenden Tagesordnungspunkt nicht kam, halte ich für bemerkenswert. Mich verwundert, dass er nun versprochen hat zu einer Sitzung zu kommen, bei der noch nicht einmal klar ist, ob das Thema auf der Tagesordnung stehen wird.“
Für Gudrun Zentis steht fest:
1. viele offene Fragen müssen beantwortet werden,
2. allen Bergbaubetroffenen müssen die gleichen Rechte zustehen wie Betroffenen im Steinkohlebergbau.
Jürgen Bartsch, GRÜNES Kreistagsmitglied, empfahl abschließend, sich nach Möglichkeit zusammenzuschließen, denn zusammen sei man stark.
Ulrich Behrens, der auch Sachverständiger im Unterausschuss Bergbausicherheit ist, versprach den Betroffenen die Unterstützung durch den Landesverband sowie durch die lokal agierende Schutzgemeinschaft Bergbaubetroffener Rheinberg bei der Organisation gemeinsamer Aktivitäten.

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