„Breites Bündnis gegen Analphabetismus in Nordrhein-Westfalen nötig“ Grün-roter Antrag, Drucksache 16/4152 im Landtag eingebracht

Die PIAAC-Studie (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) über „Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich“ sagt aus: In Deutschland haben Personen ohne Schulabschluss oder nur einem Hauptschulabschluss im Durchschnitt sehr niedrige Lese- und alltagsmathematische Kompetenzen.

Gudrun Zentis dazu:
„Wir kommen angesichts der Situation nur weiter, wenn wir uns mit allen maßgeblichen Institutionen zusammenschließen und die Forderungen aus unserem Antrag umsetzen.“

Im Antrag wird von der Landesregierung gefordert:

• eine gemeinsame Initiative mit allen gesellschaftlichen Akteuren wie z. B. Kommunen, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Arbeitsagenturen, Weiterbildungsträgern, Kirchen, Bibliotheken und weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft, um eine breite Öffentlichkeit für das Problem des Analphabetismus zu sensibilisieren und gemeinsam Strategien einer nachhaltigen Bekämpfung zu verabreden;

• die Angebote zur Alphabetisierung und Grundbildung bedarfsgerecht auszubauen;

• das Thema Alphabetisierung in der Lehreraus- und Fortbildung stärker zu verankern;

• auch im Übergangssystem Schule-Beruf Maßnahmen für die Alphabetisierung jugendlicher und junger Erwachsener auszuweisen und dafür die Zusammenarbeit zwischen Volkshochschulen und anderen Weiterbildungseinrichtungen zu fördern;

• den Zugang zu Weiterbildung erleichtern und dafür erfolgreiche Weiterbildungsangebote und Ansprache- und Beratungsformen zu bündeln und ihre Weiterentwicklung zu fördern.

Gudrun Zentis: „Besonders freue ich mich darüber, dass einige dieser Aufgaben im neuen Landesinstitut des Landes NRW wahrgenommen werden können. Geplant ist zunächst die übergreifende Qualitätssicherung und Weiterentwicklung im Bereich der Weiterbildung.“

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