Grüne Landtagsfraktion besucht die Feuerwehren vor Ort

Um sich über die Situation der Feuerwehren vor Ort zu informieren, besuchte die grüne Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis aus dem Kreis Düren  mit dem Kreisbrandmeister Hans-Peter Herkenrath die Gemeinde Hürtgenwald und das Feuerschutztechnische Zentrum in Stockheim des Kreises Düren. Das Treffen war Teil einer Aktion, an der alle 29 grünen Landtagsabgeordneten teilnahmen, um sich in ihren Wahlkreisen ein Bild vom Einsatz und den Herausforderungen für die Feuerwehrleute zu machen. Die Ergebnisse fließen in eine Analyse der Situation ein. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Feuerwehren bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen“, sagt die Landtagsabgeordnete Zentis. Zurzeit stehen in Nordrhein-Westfalen 80.000 ehrenamtliche und 13.000 hauptamtliche Feuerwehrleute für den Einsatz bereit. In einem Projekt des Landes NRW werden zurzeit Vorschläge zur Stärkung des Ehrenamtes bei den Feuerwehren erarbeitet. Denn ohne dieses Engagement würde die Feuerwehr insbesondere im ländlichen Raum nicht funktionieren. Gudrun Zentis: „Wir unterstützen den Wunsch der Feuerwehren, dass sich mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund engagieren, die bisher noch unterrepräsentiert sind.“
Freiwillige Feuerwehren haben oftmals ein  personelles Problem. Bei Einsätzen über Tag sind die Freiwilligen an ihren Arbeitsstellen oft außerhalb der Kommune tätig. Die Gemeinde Hürtgenwald hat hier ein besonderes Konzept zur Verbesserung der Situation entwickelt. Während der Dienstzeiten der Verwaltung stehen Mitarbeiter zur Verfügung, um vor Ort erforderliche Hilfemaßnahmen zu unterstützen. Ihre Qualifikation wurde von der Gemeinde während der Dienstzeit unterstützt. Die Mitarbeiter werden bei Einsätzen selbstverständlich vom Dienst befreit.
„Die vielen ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrleute sind mit sehr viel persönlichem Engagement bei der Sache. Das ist absolut bewundernswert“, sagt Zentis, „der Besuch in der Gemeinde Hürtgenwald und im Feuerschutztechnischem Zentrum des Kreises Düren mit den Sonder- und Spezialfahrzeugen, der Atemschutzwerkstatt, dem Schulungszentrum mit den Übungsstationen  hat mir erneut verdeutlicht, wie breit das Aufgabenspektrum der Feuerwehren ist.
Welche Bedeutung auch die Grünen der Berufsfeuerwehr beimessen zeigt, dass jüngst das Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Gewährung einer Zulage für freiwillige, erhöhte wöchentliche Regelarbeitszeit im feuerwehrtechnischen Dienst in Nordrhein-Westfalen beschlossen wurde. Damit wurde die sogenannte Opt-Out-Zulage für Feuerwehrleute von bis zu 20 Euro auf bis zu 30 Euro erhöht. Die Kommunen können durch die freiwillige geleistete Mehrarbeit den Personalmehrbedarf ausgleichen, der aufgrund der Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Feuerwehrleute durch eine EU-Vorgabe entsteht. Die Übergangszeit ist bis zum 31.12.2016 begrenzt – bis dahin müssen die Kommunen ausreichend Feuerwehrleute einstellen bzw. ausbilden.

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Besuch bei Feuerwehren im Kreis Düren

Auf dem Foto: Neuer Einsatzwagen , der für den Papstbesuch angeschafft wurde: Gudrun Zentis MdL, Rene Becker, Feuerwehrbeamter und Grüner aus dem OV Titz, Kreisbrandmeister Hans-Peter Herkenrath, Martin Tiedecke stellv. Amtsleiter des Feuerschutztechnischen Zentrums des Kreises Düren

 

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