Besuch bei der Prell GmbH in Aldenhoven: Ein beispielhafter Handwerksbetrieb im Kreis Düren

Um sich über die Herausforderungen zum Thema Handwerk und Energiewende vor Ort zu informieren, besuchte die Grüne Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis mit der Grünen Aldenhovener Spitzenkandidatin Monika Müller den Handwerksbetrieb Prell GmbH in Aldenhoven . Das Handwerk in NRW nimmt eine besondere Rolle ein, wenn es um die praktische Umsetzung der Energiewende geht, der Bedeutung der dualen Ausbildung und nicht zuletzt als Wirtschaftsfaktor. Dieser Besuch war im Rahmen der Aktion „Fraktion vor Ort“ der grünen Landtagsfraktion NRW, an der sich alle 29 GRÜNEN Landtagsabgeordneten beteiligten, um sich ein Bild von den Herausforderungen in ihren Wahlbezirken zu machen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen insbesondere Fragen rund um die Themen Ausbildung, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung. Bereits in der vierten Generation besteht das Unternehmen Prell. Die Nachfolge ist gesichert. Der Urenkel des Gründers, Lukas Prell hat mit 19 Jahren bereits seine Meisterprüfung absolviert. Als einer der Besten bundesweit ist er ins Nationalteam der Stuckateure berufen worden.

„Das Handwerk ist eine wichtige und unverzichtbare Säule für die nordrhein-westfälische Wirtschaft. Es erbringt eine enorme Ausbildungsleistung und ist einer der größten Arbeitgeber. Handwerksbetriebe sind Partner bei der ökologischen Erneuerung z. B. bei der energetischen Gebäudesanierung, sie sind insgesamt eine stabile Säule regionaler Wertschöpfung. Energieeinsparung, Energieeffizienz und Ausbau der Erneuerbaren Energien für den Strom- und Wärmesektor haben in den letzten Jahren in unterschiedlichen Feldern des Handwerks an Bedeutung gewonnen und sind lokale Wachstumsfelder.“ so Zentis. Dies sieht auch Michael Prell so. Einen wesentlichen Teil seines Umsatzes erzielt er mit energetischen Wärmedammmaßnahmen an älteren Gebäuden. Und da ist Fachwissen gefragt, damit neben dem finanziellen Effekt im Portemonnaie durch das Einsparen von Energie das Wohlbefinden im Wohnbereich für den Nutzer auch spürbar wird.

Aber es gibt auch Herausforderungen, die die Grünen im Interesse der Betriebe in den nächsten Jahren anpacken wollen. So ist die Fachkräftesicherung ein zentrales Problem, das gelöst werden muss, um die Wettbewerbsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Betriebe zu sichern. Darum ist es auch wichtig, den Übergang Schule-Beruf verstärkt in den Blick zu nehmen, wie die Landesregierung dies tut, um zu verhindern, dass junge Menschen für den Ausbildungsmarkt verloren gehen. Auch im Unternehmen von Michael Prell wird eine Ausbildungsstelle für das nächste Lehrjahr noch angeboten. Die Stelle konnte noch nicht besetzt werden.

„Wir werden die aus unserem Besuch gewonnen Einblicke und aktuellen Fragestellungen in unsere fraktionsinterne Debatte zur Fragestellungen des Handwerks mitnehmen,“ so Zentis. “Endlich muss auch der Bund die Frage nach der steuerlichen Entlastung aller Hausbesitzer anpacken, die sich mit einer energetischen Sanierung aktiv am Klimaschutz beteiligen.“

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