Begleitung einer Mitarbeiterin der Caritas bei der häuslichen Tagespflege vor Ort

Gudrun Zentis mit Frau Müller-Mund und Herr Hucko, Caritas DürenDie Caritas Düren-Jülich hatte vor einigen Wochen eingeladen, ihre Pflegekräfte einmal bei der täglichen Pflegetour zu begleiten. Nachdem wir einen passenden Termin vereinbart hatten, ging es am 7. Juli morgens um 6 Uhr los. Im folgenden wird aus der Pressemeldung der Caritas vom 10. Juli zitiert:
„Altenpflegerin Tina Beil holte an der Caritas-Pflegstation in Nideggen ihre Begleiterin zur morgendlichen Pflegetour ab. Die Landtagsabgeordnete der Grünen Gudrun Zentis stieg zu ihr in das kleine Pflegefahrzeug der Caritas und los ging die Tour im Bereich Nideggen und Abenden. In rund vier Stunden besuchten sie 10 Patienten und versorgten sie zu Hause.
Die ungewöhnliche Begleitung hatte einen Grund, denn normalerweise fährt Frau Beil ihre morgendliche Route alleine. Mit dem Mitfahr-Angebot für Politiker möchte die Caritas Düren-Jülich auf den mittlerweile extremen Zeitmangel während der Pflegeversorgung und die brisante finanzielle Unterversorgung speziell der ambulanten, häuslichen Pflege hinweisen.
Seit 2013 macht der Verband verstärkt auf die akuten Probleme aufmerksam.  Dass die Politik einen hautnahen Einblick in den Pflegealltag bekommt, liegt der Caritas Düren-Jülich sehr am Herzen. Daher lädt sie seit dem Vorjahr politisch Tätige ein, eine Pflegefachkraft bei einer Tour auf Schritt und Tritt zu begleiten. Der Verband betreibt acht Caritas-Pflegestationen im Kreisgebiet und versorgt täglich flächendeckend knapp 1.100 Patienten bis in die kleinste Ortschaft. Dieser Einladung ist Gudrun Zentis nun am Montag gefolgt.
Im anschließenden Gespräch mit Caritas-Geschäftsführer Dirk Hucko und der Leiterin der Caritas-Pflegestation für Hürtgenwald-Heimbach-Nideggen, Gaby Müller-Mund, zeigte sich die Landtagsabgeordnete dann auch sehr beeindruckt von der Pflegeleistung die in einer solchen Tour zu erbringen ist. Trotz des enormen Zeitdrucks wird aber auch versucht, den Menschen die nötige Zuwendung zu geben. Den Caritas-Mitarbeiterinnen – meist sind es Frauen – ist es wichtig, neben der Pflege jeden Tag ein Stück Menschlichkeit mit in das Zuhause zu bringen. Sie wissen, dass der Kontakt zu ihnen häufig die einzige zwischenmenschliche Begegnung des Tages ist.“

 

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