Was kommt, wenn der Tagebau geht? – Grüne Visionen für die Zeit danach

Freitag, 21. November 2014

13.30 bis 18.00 Uhr

Landtag NRW, Raum E1 D 05

Liebe Freundinnen und Freunde,

sehr geehrte Damen und Herren,

das Rheinische Revier ist zurzeit geprägt vom Braunkohleabbau und Braunkohleverstromung. Nach der Auskohlung der Tagebaue Inden, Garzweiler II und Hambach werden die Restlöcher mit Wasser aus Rur und Rhein befüllt. Es wird eine Landschaft mit großen Seen entstehen. Daher ist es wichtig, schon heute zu überlegen, welche Chancen und Möglichkeiten sich für das Rheinische Revier nach dem Ende der Tagebaue bieten. Welche Chancen bietet das Rheinische Revier für die Wirtschaft? Wie kann der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Rheinischen Revier gestärkt werden? Welche langfristigen Umweltauswirkungen sind zu erwarten und wie können sie beeinflusst werden? Welche Möglichkeiten hat die Landwirtschaft die rekultivierten Flächen zu nutzen? Gibt es Chancen für die Natur sich Gebiete zurückzuerobern? All diese Fragen und viele mehr möchten wir mit Ihnen/ Euch im Rahmen unserer Veranstaltung diskutieren und erste Ansätze erarbeiten, um den Strukturwandel im Rheinischen Revier grün mitgestalten zu können.

Ich freue mich sehr, dass der Umweltminister des Landes NRW, Johannes Remmel, sowie der Rektor der Fachhochschule Aachen, Prof. Marcus Baumann, der Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien, Jan Dobertin,  sowie Dr. Frank Bauer von der Regionaldirektion des IAB ihre Teilnahme zugesichert haben. Dank auch an meine Fraktionskolleginnen – und Kollegen Wibke Brems, Martina Maaßen, Reiner Priggen und Norwich Rüße, die sich bereit erklärt haben, unseren Austausch mit ihren fachlich ausgerichteten Referaten und ihrem Input zu bereichern und so eine gute Diskussionsgrundlage zu angeregtem Austausch bieten.

Vorgesehen sind u.a. vier Arbeitsgruppen:

  1. Wirtschaftliche Chancen und Risiken nach dem Ende des Tagebaus
  2. Arbeitsmarkt im Rheinischen Revier gestalten
  3. Zukunftsenergien sichern
  4. Natur- und Umweltschutz: Umweltschäden klein halten, Nutzen für die Natur optimieren

Weiteres zur Veranstaltung ist hier  zu entnehmen.

Wir freuen uns über Eure/Ihre Anmeldung bei Edeltraud Busalt-Schröder bis zum 14. November unter Angabe der gewünschten Arbeitsgruppe und bitten auch um eine 2. Wahl, falls in einer Gruppe die Aufnahmefähigkeit des Raumes überschritten wird.

Bitte den Personalausweis bei Eintreffen an der Pforte des Landtags bereithalten.

Mit herzlichen Grüßen

Gudrun Zentis

Erste Eindrücke von der Veranstaltung:

Um gemeinsam Antworten auf diese Frage zu finden, waren auf Einladung von Gudrun Zentis MdL am 21. November fast 100 Interessierte aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in den Landtag NRW gekommen.

Nach einer kurzen Einleitung von Gudrun Zentis, gaben zunächst Prof. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen und Umweltminister Johannes Remmel einen Überblick über die Perspektiven des Rheinischen Reviers.

Professor Baumann zeigte auf, dass das Rheinische Revier die besten Voraussetzungen mitbringt, sich zu einer Wissensregion zu entwickeln. Auch Umweltminister Johannes Remmel betonte, dass der mit dem Ende der Kohleförderung einher gehende Strukturwandel gelingen kann, wenn er rechtzeitig angegangen wird und aus dem Steinkohleausstieg und seinen Folgen für das Ruhrgebiet die richtigen Lehren gezogen werden.

Welche konkreten Maßnahmen nötig sind und an welchen Stellen noch Hindernisse überwunden werden müssen, wurde anschließend in vier Arbeitsgruppen diskutiert. Im Anschluss wurden die Ergebnisse zusammen getragen.

Einmütiges Ergebnis auch aus den Arbeitsgruppen: Eine bessere Vernetzung aller Beteiligten und Betroffenen ist nötig .

Dass das Ende des Braunkohleabbaus mit tiefgreifenden Veränderungen einhergehen wird, ist unstrittig. Deutlich wurde aber auch, dass wir diese Veränderungen als Chance verstehen können. Wenn rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, kann die Transformation der Region weg von der Braunkohle hin zu einer Wissensregion gelingen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. In den lebhaften Diskussionen wurden bereits schon viele interessante Vorschläge gemacht.

Dokumentation der Veranstaltung

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