Bienensterben

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Beim Besuch der Marktbeschicker aus dem Kreis Düren im Düsseldorfer Landtag bei der Landtagsabgeordneten Gudrun Zentis wurde heftig über die Auswirkungen bundespolitischer Entscheidungen auf die Bedingungen vor Ort in der Landwirtschaft diskutiert. Es ging vor allem um die Beschränkung bei der Anwendung von Neonikotinoiden bei bienenattraktiven Kulturpflanzen, soweit diese zum Schutz der Bienen erforderlich ist. Die Bundesregierung hat dem Vorschlag der Kommission zur europaweiten Einschränkung der Pflanzenschutzmittelgruppe Neonikotinoide zum Schutz der Bienen nicht zugestimmt. Die Agrarminister der Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein forderten bereits 2013, dass Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam aus der Gruppe der Neonikotinoide auch im Maisanbau keine befristeten Ausnahmezulassungen für Pflanzenschutz und Beizmittel mehr erhalten.
Die EU- hat mittlerweile ein eingeschränktes Verbot für die drei bienengefährlichen Neonikotinoide (Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) erlassen. Nicht berücksichtigt wurde der Wirkstoff Thiaclopirid, der beispielsweise im handelsüblichen Insektenbekämpfungsmittel Calypso Schädlingsfrei und Lizetan Zierpflanzenspray von Bayer enthalten ist.
„Der großflächige Einsatz der breiten Anwendung von Neonikotinoiden sowohl in der Landwirtschaft als auch im Heim-und Gartenbereich ist besorgniserregend. Der Einsatz hat nicht nur massive negative Auswirkungen auf die Bienen, sondern auch auf unsere Umwelt und unserer Artenvielfalt. Die Zulassung für Produkte, die Thiachlopirid enthalten, muss sofort entzogen werden. Die Bundesregierung sollte endlich klar Stellung beziehen und der europaweiten Einschränkung bzw. dem Verbot der Pflanzenschutzmittelgruppe zustimmen, damit wir auch in NRW ein klares Verbot aussprechen können,“ so Zentis.

Weiterführung zum Thema:

Im April 2015 wurde ein Bericht der EASAC (European Academias Science Advisory Council), ein hochrangiges Beratungsgremium, veröffentlicht, in dem festgestellt wurde, dass der Einsatz von Neonikotinoiden im klaren Widerspruch zum EU-Recht steht. Diese sind nicht vereinbar mit den EU-Regeln zum nachhaltigen Pestizideinsatz des integrierten Schädlingsmanagement und den Nachhaltigkeitszielen der gemeinsamen Agrarpolitik überein. Den Bericht können Sie hier lesen http://www.easac.eu/home/reports-and-statements/detail-view/article/ecosystem-se.html

ttp://www.nature.com/nature/journal/v521/n7550/full/nature14391.html

Auch die US-Umweltschutzbehörde (EPA) sieht einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und will jetzt den Einsatz einschränken.
http://www.epa.gov/oppfead1/cb/csb_page/updates/2015/protect-bees.html

https://www.whitehouse.gov/sites/default/files/microsites/ostp/Pollinator%20Health%20Strategy%202015.pdf

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