Global denken, lokal handeln: Grüne Abgeordnete Gudrun Zentis besucht das Fair Café in Zülpich

Global denken, lokal handeln: Grüne Abgeordnete Gudrun Zentis besucht das FairCafé in Zülpich

V.l.n.r: Petra Greve (FairZülpich e.V); Dr. Mona Pursey; Klaus Juschka (Vorsitzender Fair Zülpich e.V.); NN; Said Warrach; Britta Juschka (alle Vereinsmitglieder); Angela Kalnins; Gudrun Zentis MdL

V.l.n.r: Petra Greve (FairZülpich e.V); Dr. Mona Pursey, Klaus Juschka (Vorsitzender Fair Zülpich e.V.);
NN,
Said Warrach, Britta Juschka (alle Vereinsmitglieder); Angela Kalnins; Gudrun Zentis MdL

Ob Kaffee, Blumen oder Schokolade: Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen immer häufiger fair gehandelte Waren. Von den etwas höheren Preisen der Produkte profitieren vor allem die Erzeugerinnen und Erzeuger in den sogenannten Entwicklungsländern. Um die Vielfalt fairer Produkte zu zeigen und dafür zu sensibilisieren, wie unsere Kaufentscheidungen die Lebensumstände von Menschen in anderen Teilen der Welt beeinflussen, besuchen die Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion in der Vorweihnachtsfeier Eine-Welt-Läden und Fair-Handels-Initiativen in ihren Wahlkreisen. Die Abgeordnete Gudrun Zentis war am 13.11.2015 im FairCafé Zülpich zu Gast.

Es hatten sich Mitglieder und Vorsitzende des Vereins FairZülpich e.V. eingefunden, außerdem Dr. Mona Pursey, Promotorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Eine Welt Forum Aachen e. V. und Angela Kalnins als Vertreterin der Grünen in Zülpich.

Zu ihrem Besuch im FairCafé in Zülpich erklärt Gudrun Zentis, MdL:
„Wir hatten ein sehr schönes Treffen in einem originell und gemütlich eingerichteten Café mit hervorragendem fair gehandeltem Kaffee und der Möglichkeit, im Laden auch guten Gewissens Geschenkartikel aus Produktionen der Dritten Welt zu kaufen.“
„Ich hoffe, dass vom Fair Café noch mehr Verständnis für die wirtschaftlichen Verhältnisse der Dritten Welt verbreitet wird und sich vielleicht auch in Zülpich ein Netzwerk aus Geschäften bildet, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment führen,“ so Pursey.
Klaus Juschka, der Vorsitzende von Fair Zülpich e.V. freute sich, mit Gudrun Zentis eine Landtagsabgeordnete begrüßen zu dürfen, die sich für fair gehandelte Produkte und die Förderung der Dritten Welt einsetzt.
Die Fraktionsvorsitzende der örtlichen Grünen, Angela Kalnins, betonte, dass das Fair Café schon seit über zehn Jahren seinen festen Platz in der Stadt hat und sich in dieser Zeit zur Anlaufstelle vieler Menschen entwickelte.
Die neueste Errungenschaft, freies W-Lan, wird sehr gut angenommen, besonders auch von den Flüchtlingen in der Stadt, die sich deswegen gern dort einfinden.

Allgemein bleibt festzustellen: „In vielen Entwicklungsländern arbeiten Menschen für einen Hungerlohn und unter unwürdigen Bedingungen. Wer fair gehandelte Produkte kauft, hilft mit, die Lebensumstände in den Herkunftsregionen zu verbessern. Es ist erfreulich, dass der Markt für faire Waren stetig wächst und sie in immer mehr Supermärkten zu finden sind. Der Anteil am Gesamtsortiment ist aber immer noch zu gering. Die großen Handelsunternehmen wären gut beraten, ihre Geschäftspraktiken nach den Grundsätzen des Fairen Handels auszurichten. Wir wollen das auch für Produkte aus den sogenannten Entwicklungsländern faire Preise gezahlt werden, die einen gerechten Lohn, sichere Arbeitsbedingungen und eine umweltverträgliche Produktion ermöglichen.“

Hintergrund:

2014 haben die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland rund eine Milliarde Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben. Das entsprach laut dem „Forum Fairer Handel“ einem Wachstum von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lebensmittel machten dabei über 70 Prozent des Absatzes aus. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie der Schweiz oder Großbritannien hinkt der Fair-Handels-Sektor in Deutschland jedoch hinterher. Trotz der positiven Entwicklung mit konstant zweistelligen Wachstumsraten gaben die Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz pro Kopf mehr als vier Mal so viel Geld für fair gehandelte Produkte aus. Den meisten Umsatz machen faire Händlerinnen und Händler mit Kaffee. 2014 machte er 38 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
(Quelle: http://www.forum-fairer-handel.de/fairer-handel/zahlen-fakten/)

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