Dr. Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen besuchte das Rheinische Revier

Bruno Voss, Simone Peter, Oliver Krischer, Gudrun Zentis an der Abbruchkante Niederzier

Nachdem sich Dr. Simone Peter bereits im Jahr 2014 am Tagebau Garzweiler ein persönliches Bild von den Dimensionen und Auswirkungen des Tagebaus gemacht hat, besuchte sie am 4. April 2017 die Region um den Tagebau Hambach. An der Abbruchkante Niederzier war gut nachvollziehbar in welche Richtung der Tagebau weiter abgebaggert wird und sie bekam einen Eindruck davon, wie lange es noch dauern mag, bis die Erde unter dem abgeholzten Hambacher Wald dem Tagebau weichen müsste. Sie schaute sich den Rest des Hambacher Waldes an und sprach mit den Bewohner*innen des Protestcamps, mit Vertreter*innen der Bürger von Buir und der Initiative Friedensplan, die es bisher nicht aufgegeben haben über einen Rodungsstopp mit RWE zu verhandeln. Ihr Fazit:

„Kohle ist fossile Energie von gestern. Es ist schockierend, dass noch immer gewaltige Umweltzerstörungen und die Abbaggerung von Orten und Heimat durch Tagebaue wie Hambach stattfinden, um die Kohle aus der Erde zu holen. Es ist höchste Zeit, den Kohleausstieg schnell und entschlossen einzuleiten. Konkret heißt das, die bundesweit 20 dreckigsten Kohlekraftwerke sofort abzuschalten und nach einem Kohleausstiegsfahrplan auch den Rest der Kraftwerke stillzulegen, um die ambitionierten Klimaziele von Paris zu schaffen. Zu einem sozialverträglichen Ausstieg gehört auch ein Strukturwandelfonds, um die betroffenen Regionen in der Nachnutzung zu unterstützen und neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu fördern.“

Antje Grothus Bürgerin von Buir und Mitglied der Initiative Friedensplan

Teile diesen Inhalt: