Dicke Luft in Düren und Chancen für eine weitere industrielle Entwicklung in der Region

In 32 NRW-Städten gab es Stickstoffdioxid (NO2)-Überschreitungen. Damit stieg die Zahl der betroffenen Städte um eine: Halle/Westfalen kam hinzu. Als Hauptverursacher gelten der Straßenverkehr und hier vor allem Diesel-Fahrzeuge.

Das zeigen die Ergebnisse der Messungen zur Luftqualität 2016, die das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) am Dienstag (11.04.2017) in Solingen vorgestellt haben.

WDR, aktuelle Stunde vom 11.4.17: Die höchsten Jahresmittelwerte wurden am Clevischen Ring in Köln gemessen. Es folgen die Euskirchener Straße in Düren sowie die Corneliusstraße und die Merowingerstraße in Düsseldorf.

Die Belastung mit Stickstoffdioxid sei das Problem Nummer eins in der Luftreinhaltung, sagte der GRÜNE NRW-Umweltminister Johannes Remmel. Städte, Gemeinden, Automobilhersteller sowie Behörden auf Landes- und Bundesebene seien in der Pflicht. Der Präsident des Landesumweltamtes, Thomas Delschen, betonte: «Eine Minimierung vor allem bei Stickoxiden ist notwendig.»

Dabei gäbe es wirksame Maßnahmen sogar aus unserer Region. Die Post macht es vor. In Aachen werden Elektroautos produziert, die auf vielen Fahrten einsetzbar wären, die jetzt mit stinkenden Dieseln erledigt werden. Die Streetscooter, entstanden aus einer Forschungsinitiative der RTWH-Aachen wurden 2014 von der Deutschen Post AG gekauft. Mehr als 1.000 der Elektro-Lieferwagen liefern bereits Briefe und Pakete für die Deutsche Post AG aus.

Derzeit werden 25 Streetscooter pro Tag gebaut und die Nachfrage ist groß, so dass die Produktion ausgeweitet werden soll. Ein wirkliches Zukunftsprojekt für das Rheinische Revier.

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